
"Wir übersetzen alles, jede Wahrnehmung, jeden Gedanken,
jedes Gefühl in Muskelspannung"
F. M. Alexander
Ausführlichere
und weiterführende Informationen zum aktuellen Stand der Forschungen
zur Alexander Technik finden Sie auf www.stat.org.uk,
der englischen Website der STAT (Society of Teachers of the Alexander Technique),
der ältesten Institution auf dem Gebiet der Alexander Technik. Dort finden
Sie auch zahlreiche Literaturangaben.
Außerdem gibt es auf der englischen Website von Robert Rickover, www.alexandertechnique.com,
interessante Artikel und Links zu wissenschaftlichen Untersuchungen.
Die empirischen Forschungen von Frederick Matthias Alexander fanden theoretische Bestätigung durch die Arbeiten des Neurophysiologen und Nobelpreisträgers Sir Charles Sherrington, des Anthropologen Raymond Dart, des Biologen George Coghill und des Pharmakologen Rudolf Magnus. Der Ethologe Nikolaas Tinbergen hat 1973 bei seiner Nobelpreisverleihung für Medizin und Physiologie die Hälfte seiner Dankesrede der Alexander Technik gewidmet (Tinbergen, 1974). Zahlreiche ÄrztInnen haben den Wert der Alexander Technik hervorgehoben, unter anderem 19 MedizinerInnen in einem gemeinsamen Brief an das British Medical Journal.
In zahlreichen Untersuchungen wurde die Wirksamkeit der Alexander Technik experimentell nachgewiesen.
Dr. Wilfried Barlow
Der Arzt Dr. W. Barlow veröffentlichte als erster verschiedene Studien zur Alexander Technik. Er bewies, wie die Alexander Technik bei unterschiedlichsten Erkrankungen und Störungen erfolgreich helfen kann. Eine Zusammenfassung seiner Forschungsergebnisse finden Sie in seinem Buch "Die Alexander Technik" (Barlow, 1993).
Prof. Frank Pierce Jones
Prof. F. P. Jones leitete von 1949 bis 1975 zum Teil mit Unterstützung des U.S. Health Service und der Carnegie Foundation verschiedene Studien am Institut für experimentelle Psychologe der Tufts Universität in den USA. Bestätigt wurde unter anderem, dass durch Alexander Technik-Unterricht gleiche Bewegungsabläufe mit weniger muskulärem Aufwand vonstatten gehen. Außerdem zeigte sich eine Abnahme der Spannung des Kopfwendemuskels (musculus sternocleidomastoideus) und eine Zunahme der Höhe der zervikalen Bandscheiben. Eine andere Studie ergab, dasssich bei SängerInnen Atmung und Gesang verbesserten. Die Ergebnisse der Forschungen sind in den Büchern "Freedom to Change" und "Collected Writings on the Alexander Technique" von Prof. F. P. Jones nachzulesen (Jones, 1997, 1999).
Christopher Stevens
Auch neuere Forschungen vom Physiker C. Stevens am Institut für Anatomie der Universität Kopenhagen, dem Institut für grundlegende medizinsche Wissenschaften des Kings College London und der Abteilung für Biomedizin der Universität Surrey zeigten signifikant positive Veränderungen physiologisch wichtiger Kenngrößen. Die Unterweisung der Versuchspersonen mit den Alexander Technik-Prinzipien belegte, dass Bewegungsabläufe effizienter (im Sinne von weniger Kraftaufwand) und schneller werden, der Körperschwerpunkt sich nach hinten verlagert, die Körpergröße und Schulterbreite zunehmen, die Atmung sich vertieft und beruhigt, der kinästhetische Sinn sich verbessert und durch Stress bedingter Bluthochdruck wirksam gesenkt wird (Stevens 1989 et al, Stevens, 1995, Nielsen 1994).
Dr. David Garlick
Dr. D. Garlick von der Universität New South Wales hat umfassende Studien zu den zugrunde liegenden physiologischen Mechanismen der Alexander Technik geleitet. Diese sind veröffentlicht in seinem Buch" The Lost Sixth Sense: a medical scientist looks at the Alexander Technique" (Garlick, 1990).